In naher Zukunft werden 68 Prozent der Weltbevölkerung in urbanen Ballungsgebieten leben. Dort zeigen sich die globalen Herausforderungen wie unter einem Brennglas: vom Klimawandel bis zu Mobilitätsfragen, von Integration und Sicherheit bis zur Bedrohung von Demokratie und Zusammenhalt durch Abschottungstendenzen.

Doch zahlreiche Erfolgsgeschichten zeigen, dass sich positive Veränderungen auf der lokalen Ebene am schnellsten erzielen lassen – und unter Mitwirkung aller Betroffener. Daher fördern wir die Entwicklung und Verbreitung von skalierbaren Lösungen für resiliente, intelligente, nachhaltige und gerechte Städte. Unser wichtigstes Instrument sind dabei intensive Workshops und Netzwerkveranstaltungen.

Außerdem arbeiten wir an einem Programm für Responsible Leadership of RISE Cities, durch das wir Best-Practice-Beispiele aus der ganzen Welt teilen können. In den Jahren 2020 und 2021 liegt der besondere Fokus dabei auf einer an den ganzheitlichen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ausgerichteten Mobilität – ein Thema, das Berührungspunkte und Überschneidungen mit anderen zentralen Herausforderungen hat: von der Verringerung der Umweltbelastung über soziale Mobilität und Zugang zu bezahlbarem Wohnraum bis hin zu einer inklusiven Stadtplanung. 2021 wollen wir das RISE-Programm in Europa und dann weltweit ausrollen.

„Wenn wir vorankommen wollen, brauchen wir mehr bürgerschaftliches Engagement und konstruktive Stakeholder-Dialoge über einen Wechsel von Paradigmen und technologiegetriebene Lösungen – sowohl innerhalb der Städte als auch zwischen den Städten. Wir müssen Top-Down- und Bottom-Up-Ansätze identifizieren und Brücken zwischen diesen bauen.“ – Vanessa Evans, Direktorin des NTU Institute of Science and Technology for Humanity, Singapur, und eine der Partnerinnen im RISE-Programm

Mit dem Denkraum heben wir einen in Deutschland erprobten eintägigen Thinktank zusammen mit unserem Kooperationspartner Impact Hub auf die europäische Ebene. Neben München wird dieses Format 2020 auch in Amsterdam, Madrid und Athen stattfinden, jeweils mit 50 bis 60 Teilnehmern aus der jeweiligen Stadt. Am Ende jedes Denkraums steht die konkrete Weiterentwicklung von Lösungen für lokale Probleme sowie neue Kontakte und Allianzen, um diese zu unterstützen.

Mit den Responsible Leaders Labs haben wir außerdem ein dreitägiges Programm, das 30 internationale Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Öffentlicher Verwaltung, NGOs, Medien und Kultur zusammenbringt, um an konkreten Lösungen für nachhaltige Städte zu arbeiten. Durch ihre Dauer und ihre vertrauensvolle Atmosphäre bieten die Labs den Teilnehmern die Möglichkeit, voneinander zu lernen und sich für gemeinsame Projekte zu vernetzen.